hinweis

Dies ist unser altes Design - clickt hier zur aktuellen Version!

hinweis

This is our old design - click here to get to the actuel version!


U´s Movie Corner

SlowLine

Hallo Filmfreunde!

Da es auf dem Filmmarkt ähnliche Mis- bzw. Diss-stände gibt, wie im Musikgeschäft - gute Ware ist auch hier eher rar und wird "von oben" unterdrückt - möchte ich mit dieser Kolumne ein Forum geben für alle, die ebenfalls die Schnauze voll haben von der miserablen Vermarktungspolitik der Filmkonzerne, Videofirmen und Fernsehanstalten.

Jeder echte Filmfan wird diese Situation kennen, man hört oder liest von diversen guten Filmen und muss dann feststellen, dass diese entweder gar nicht erhältlich sind, oder nur in gekürzter Fassung, oder nur für massiv überzogene Preise auf Filmbörsen, oder nur auf NTSC, oder nie im Fernsehen gezeigt werden, obwohl die Sender sie haben, dann in den Archiven verstauben lassen und statt dessen andere bekanntere Werke zum dreiundwanzigtausendsten mal abspulen, oder doch gezeigt werden, aber wenn, dann nur zu inhumanen Zeiten (natürlich strictly ins Nachtprogramm verbannt), oder aber garniert mit viel Werbung und dann auch noch ihres Abspanns beraubt, oder oder oder...

Und so ist man dann jahrelang auf der Suche nach gewissen Kleinoden, vorenthaltenen Klassikern und anderen Juwelen und hat inzwischen eine enorme Zeitspanne an Telefonaten, Suchinseraten und anderem persönlichen Groll hinter sich.

Da die Antwort auf die Frage, ob dieser Zustand bestehen bleiben sollte, nur nein lauten kann, stellt sich eine weitere Frage: wie kann man diese Situation verändern?

Nun, da scheinbar diejenigen, die sich nicht von den neuesten Mainstream-Hollywood-
Burgern blenden lassen, in der Unterzahl sind und nicht gerade in den gehobenen Positionen der Filmfirmen sitzen, ist es natürlich ein schwieriges Manöver, da bahngreifende Veränderungen durchzusetzen.

Das einzige, was man meiner Ansicht machen kann ist es, eine Basis zu schaffen, wo sich die wenigen, die noch einen eigenen, nicht diktierten Geschmackssinn besitzen, zusammentun, um sich auszutauschen und auszudrücken und um damit die "real vibes" zu verbreiten. Je mehr man dies tut, umso größer ist die Chance, etwas zu erreichen, auch wenn die Chance insgesamt eher klein erscheint. Aber ich sage mir immer, ein Freund ist besser als kein Freund und besser man tut was, als man tut nichts und deshalb biete ich Euch an, beim “Underground Movie Network” mitzumachen. Wer z.B. Filmreviews von verschollenen Independant-Perlen schreiben möchte, kann mir diese einfach zuschicken, dann werden sie hier veröffentlicht. Ansonsten freue ich mich über alle guten Ideen, jede konstruktive Kritik und jedes Feedback im allgemeinen.

Stefan Urankar aka der Funksurm       su@bassics.de

U´s Movie Reviews:
Zum Auftakt möchte ich Euch einen Film vorstellen, der mir persönlich besonders am Herzen liegt, weil er genau die obengenannte Situation beschreibt, nämlich dass in unserer Zeit qualitätsbewusste Menschen einen harten Kampf durchstehen müssen, um ihr urpersönliches Ziel zu erreichen und die Anerkennung zu erfahren, die ihnen gebührt. Der Film ist sozusagen ein Aufruf an all jene unabhängigen Geister, die aufgrund der Masse der Gegner und Misgönner, die sich einem so in den Weg stellen, öfter schon mal mit dem Gedanken spielten, aufzugeben und sich doch dem falschen System anzupassen. Ein Aufruf, jetzt erst recht nicht zu resignieren und weiterzumachen, weiter an die eigene Vision zu glauben, weiter das Falsche zu verneinen und das Richtige zu tun, weiter dem ganzen zu dienen, indem man 100% man selbst bleibt, niemals die Geduld zu verlieren und freiwillig durch die richtige Hölle zu gehen, die letztenendes in den richtigen Himmel führt.

Auch ich selbst hatte zwischenzeitlich den Mut verloren, weiterzumachen, habe ihn aber Gott sei Dank bisher immer wiedergefunden, u.a. durch den Spirit solch großartiger Werke wie z.B. dieses Filmes.

Der Film heißt "THE FOUNTAINHEAD" (deutscher Titel: "Ein Mann wie Sprengstoff") und ist eine Verfilmung eines Romans von Ayn Rand. Regie führte King Vidor im Jahre 1948.

Erzählt wird die Geschichte des Architekten Howard Roark (gespielt von Gary Cooper), der sich in einer Konsequenz, die ihregleichen sucht, weigert, Aufträge anzunehmen, die dem Diktat des aktuellen Massengeschmacks unterliegen (mit anderen Worten: er sagt nein zum UNFUNK) und dafür auf diverse persönliche Annehmlichkeiten verzichtet. Dabei lässt er sich auch nicht von den menschenverachtenden Attacken der Presse von seinem Weg abbringen und hält an seiner ureigenen Vision fest, mit finalem Erfolg.

Dieser Film aus der Zeit, als auch in Hollywood noch gute Werke produziert wurden, ist ein Paradebeispiel vorbildlichen, menschlichen Verhaltens. Die Romanvorlage von Ayn Rand orientiert sich übrigens an der Biographie des Star-Architekten Frank Lloyd Wright, basiert also auf einem authentischen Fall. Die zugrundeliegende Message gewinnt gerade in der heutigen Zeit wieder an Brisanz, da momentan die Kluft zwischen Qualität und Unqualität so groß zu sein scheint, wie nie zuvor. Deshalb möchte ich Euch diesen Film (und natürlich auch das Buch "der ewige Quell" von Ayn Rand) wärmstens ans Herz legen. Wer keine Kopie findet, meldet sich einfach, dem mache ich eine zugänglich.

Ein Mann wie Sprengstoff (The Fountainhead)
USA 1948
Regie: King Vidor
Buch: Ayn Rand nach ihrem Roman "der ewige Quell"
Darsteller: Gary Cooper, Patricia Neil, Raymond Massey, Kent Smith, Robert Douglas

So, das war´s für´s erste, bis zur nächsten Movie Corner,

Euer U :)


[Home] [News] [Topics] [SoundCheck] [Charts] [Top20] [Dates] [Contact] [Mailorder]