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Interview mit Jask |
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Was tut man an einem verschneiten Sonntagnachmittag, wenn deine Liebsten nicht in der Nähe sind und du die angenehme Wärme deiner Wohnung mitsamt deiner Stereoanlage nicht verlassen willst? Nun, am besten mit jemandem ein interessantes Gespräch über House Music, das Leben und andere Dinge führen. MG: Hi Jask! Jask: Hi MG, wassup, man? MG: Nichts besonderes, hab gerade ein Nickerchen gemacht. J: Yeah, du, ich musste gestern auflegen. MG: Oh ja? Wann bist du nach Haus gekommen? J: So gegen 3 Uhr morgens. MG: Oha! Mann, deine emails sind auch ziemlich witzig. Da steht immer was von 4 Uhr morgens. (Gelächter) MG: Sag mal, wie ist eigentlich dein richtiger Name? J: Mein richtiger Name? Ich heiße... MG: OK, wir müssen es nicht drucken. Lass es ein Geheimnis bleiben. Wo bist du geboren? J: Ich kam auf diese Welt in einem kleinen Ort namens Udorn in Thailand. Nach Amerika bin ich gegangen, schätz´ ich mal, etwa ein Jahr, nachdem ich geboren wurde. Wir zogen nach Utah, da mein Dad bei der Air Force war und so sind wir ein bischen hin- und hergereist. Nachdem wir ein paar Jahre in Utah waren, sind wir weitergezogen nch Okanawa in Japan, wo wir dann ca. 3 Jahre lebten. Danach ging´s zurück nach Amerika - Ohio, North Carolina - und anschließend siedelten wir nach Tampa, Florida, wo ich heute noch lebe. Meine Eltern haben mich dann nach Norden verlassen - sie mochten Florida nicht - und wohnen jetzt in einem Dorf mit weniger als 1000 Einwohnern. Ich hatte zum Glück gerade einen guten Job hier und das DJing fing auch gerade an und so blieb ich. MG: Wie sieht´s aus mit House in Tampa? J: Nun, es ist noch ziemlich klein, aber es wächst. Florida ist eher bekannt für Breakbeats. Tampa insbesondere. Ähm, Raves sind sehr groß, aber ich denke, House ist mehr das Club-Ding. Sehr kleine Clubs. Bei meinen Dienstagsnächten sind wir im Schnitt ca. 300 - 400 Leute wöchentlich, in den Ferien geht das dann rauf auf 600. Bei meiner Record Release Party waren wir sogar 800. Das war ziemlich verrückt, eigentlich ist der Laden bei 300 Besuchern schon angenehm gefüllt. Du kannst dir sicherlich vorstellen, was da los war. Mein Boy Anthony von King Street war hier, um das House zu rocken, da seine Familie hier unten lebt. MG: Wie haben die Leute von deiner Release Party erfahren? J: Well, das ist so, ich habe so was wie eine Kern-Crowd, und das spricht sich rum. In Tampa spielen wir den most soulful Dance und Drum´n Bass Stuff. Als ich hier angefangen habe, spielte ich noch viel Acid Jazz, Funk, Soul und r&b, daher kennen mich die meisten hier. Aber innerhalb der 3 Jahre, die ich das jetzt mache, habe ich nach und nach immer mehr House eingestreut und die Leute haben es verstanden und sehr positiv aufgenommen. Ich hatte großes Glück, verstehste. Es ist sehr schwierig in Florida, das sag ich dir. Die einzigen Städte in Florida, wo House läuft, sind Tampa und Gainsville, was 2 Stunden von meiner Stadt entfernt liegt, und das war´s.Orlando kann man getrost vergessen und Miami ist nur interessant, wenn die WMC da ist. MG: Mir scheint, dass das überall dasselbe ist. Es ist fast unmöglich, guten House mit Soul zu finden, selbst hier in Chicago. J: Wirklich? Selbst in der Geburtsstätte von House nicht? MG: Na, natürlich gibt es da ein paar Locations oder Events, aber es ist dennoch sehr rar. Wie auch immer, zurück zu dir. Hat JASK eine bestimmte Bedeutung? J: JASK? J: Oh, eigentlich wollte ich das nah an meinem wirklichen Namen halten, welcher da ist...
J: Das fing 1987 an in der High School. Aber das war eher ein Hip-Hop/r&b-Ding. Danch hat sich alles so entwickelt. Ein Jahr später habe ich House kennengelernt. Und das war wirklich so was wie "Yo, what´s this?". Von da an ging ich jede woche in verschiedene Clubs und tanzte und tanzte. Das hat mir den Kick gegeben. Kurz darauf habe ich dann angefangen, House aufzulegen, auf vielen House-Parties. MG: So, du magst auch Hip-Hop? J: Yes, aber ich bin mehr der Old Skool Man, nur wenig von den neuen Sachen. MG: Wie sieht´s mit Acid Jazz aus? Ich vermute mal, du magst vor allem Stuff mit viel Jazz, right? J: Yeah, Soul und Jazz. Generell, Musik muss Seele haben, andererseits ist es keine Musik. Meine Einflüsse kommen aus dem Jazz- und Soulbereich, viel Fuunk und all das. Auch ein wenig Latin Flavour. MG: Deine ersten Gigs waren auf Privatparties? MG: Kannst du dich noch an deinen schlechtesten und deinen besten Gig erinnern?
MG: Wann hast du dich zum ersten mal mit der Idee auseinandergestzt, selbst zu produzieren? J: Eigentlich wollte ich schon immer selber Musik produzieren, schon auf der Highschool, das war so 1990 herum. Und dann, dann habe ich für eine Weile meinen Lebensstandard ein wenig eingeschränkt, so dass ich mir Equipment kaufen konnte und so habe ich mir dann mein eigenes Studio aufgebaut. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, wo ich mit der Musik hinwill. In den letzten 4 Jahren habe ich versucht, meinen Stuff an den Mann zu bringen und ich habe immer an mich geglaubt. Das ist für mich das wichtigste: Glaube an dich selber und du wirst es schaffen! MG: Und was war dein erster Release? J: Ja, das kann man so ausdrücken: mein erster Release wurde gar nicht releast, weil Strictly Rhythm ihn bis jetzt nicht rausbringen wollte. Ich hab den Scheck kurz nachdem ich den Vertrag unterzeichnet hatte, bekommen, aber seit dem weiß ich gar nicht, was los ist. Der Track ist gut, er ist 2 Jahre alt und heißt "Nightlife". Er ist wirklich gut... MG: Aber bezahlt wurdest du zumindest? J: Ja, aber mir ging´s nur darum, das Stück zu veröffentlichen. MG: Hast du viel unveröffentlichtes Material? MG: Wie viele Platten sind jetzt schon von dir erhältlich? J: Das Nite Groove-Ding (JASK presents the Asiatic Jazz Connection - Mystery Vibes auf Nite Grooves/King Street) und das I! (JASK - Elements Of Life auf I! Records). MG: Und wie war so insgesamt die Resonanz auf deine Releases? J: Durchgehend positiv. Das hat mich sehr glücklich gemacht, ich war ja eher skeptisch und dachte, niemand würde es mögen. "Mystery Vibes" z.B. war so ´ne Art Zufallstreffer. Ich hab das Stück gemacht, als ich gerade meinen Computer hatte und hab eigentlich nur so ein bischen rumexperimentiert und es war gar nicht geplant, jetzt ein gutes Stück machen zu wollen. Mein Freund Thomas Joseph von King Street hat es gehört und das DAT genommen. Und die haben es gemocht, da dachte ich nur noch WOW! MG: Yeah, ziemlich dope, das Stück. Ich habe die Platte Ende 1998 in einem kleinen Record Store in Deutschland entdeckt und sofort mitgenommen. Wann kam sie offiziell raus? J: Dezember letzten Jahres. Aber der Track ist in Wirklichkeit schon über eiin Jahr alt, zumindest für mich. Ich hatte gehofft, dass es schon zur 98er WMC releast würde, was aber leider nicht geklappt hat, dennoch bin ich zufrieden mit der Entwicklung. Gott hat manchmal mysteriöse Methoden. MG: Wer hat denn die Vocals auf der Platte gemacht? J: Das war ich! (Gelächter) MG: Spielst du irgendwelche Instrumente? J: Ich hatte 2 Jahre Keyboard Unterricht. Ich bin jedoch nicht besonders gut damit. Ich sage dir gleich, ich bin weniger ein Musiker, aber ich weiß, was sich gut angehört. Aber ein paar Freunde von mir sind Musiker und steuern das eine oder andere Element bei, wie z.B. Saxophon, Guitarre, Bass und all das. MG: Hast du die meisten Songs in deinem eigenen Studio aufgenommen? J: Die meisten. Ein paar hab ich bei einem Freund in dessem Studio gemacht, aber die meisten bei mir, ja. MG: Also, dein nächster Song ist "Freedom" auf I! Records, right? J: Yep, aber der ist völlig anders. Er ist eher tracky. Ich weiß nicht, schwer zu beschreiben, es ist schon ein anderer Style. Eher back to the basics, raw beats und Sraight Up House. Ich bin wirklich glücklich mit "Freedom". Es ist ein ziemlicher Spoken Word Track und die Bassline geht sehr nach vorne. Es ist ein Sample einer Jazz-Bassline, den ich von einer alten Platte genommen habe. Den Track habe ich in einer Nacht fertiggestellt. It´s bangin´. MG: Wie bist du an I! Records herangekommen? J: Well, ich kannte dieses Mädel, Nahila, sie arbeitete dort. Ich kannte sie von dem Strictly Rhythm Deal, wo sie auch involviert war, ihr damaliger Freund hatte das gemanaged.. So blieben wir in Kontakt, dann schickte ich ihr ein Demo und bekam eine Woche darauf einen Anruf. Sie wollten es! Das hat mir schon geschmeichelt, du. Ich hatte das Demo an verschiedene Labels geschickt, wo ich dachte, dass es klappen würde und I! Records war eines von ihnen. Tatsächlich war es das einzige Label, was mich zurückrief. Magst du Basement Jaxx? MG: Yeah! J: Du magst ihren Stuff? Ich frage, weil sie der größte Einfluss auf dieser Platte waren. Es ist schwierig, den Basement Jaxx Sound zu beschreiben, aber du kannst viele Einflüsse von ihnen auf dieser 12" hören. Ich habe großen Respekt vor ihnen. MG: Wie schätzt du die momentane Situation von House ein? J: Es war schon mal besser, aber ich glaube, dass es wächst. Es ist ein global thing und die Underground Szene macht langsam Fortschritte. es wird besser werden mit der Zeit, wie alle Dinge. Nur in gewissen Gegenden, vor allem an multikulturellen Orten, Metropolen wie N.Y.C., SF und LA ist House groß. Und in Übersee, Europa, Japan, da ist der Markt vorhanden. MG: Warst du schon mal in London? J: No, ich war schon lange nicht mehr in Übersee. Aber ich bin bereit, zurückzukehren! MG: Du hast u.a. auch eine eigene Produktionsfirma namens "Thai Life Productions". was hat es damit auf sich? J: Das ist keine wirkliche Company. Das bin bis jetzt nur ich. Nur für meine Musik. Ich wünsche mir, eines Tages mein eigenes Label zu haben, aber das liegt momentan in weiter Zukunft. Ich werde alles in Ruhe angehen. MG: Hast du eine Frage, die du von mir gestellt bekommen möchtest? (Lachen) J: Mmmh? Hobbies? MG: Gut, was hast du für Hobbies? J: OK, aber nicht lachen. Basketball und Brruce Lee Filme schauen. MG: Bruce Lee Filme schauen? OK, das ist was anderes. Kommen wir zur letzten Frage, deine Alltime Favoriten oder Platten, die dir besonders im Gedächtnis hängen geblieben sind? J: Oha, mal sehen. Marvin Gaye - What´s going on; MFSB - Love is the Message; "Expansions" von Lonnie Liston Smith; Roy Ayers - Everybody loves the Sunshine and the list goes on and on and on... MG: OK, das war´s. Vielen Dank für das Interview. J: Alright, bye bye! ins Deutsche übersetzt von su |
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Jaskography 1997, the thaichild"NiteLife"(signed to strictly Rhythm[never released]) |
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