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ExpressiveAngelsTheo Parrish - Expressive Angels (Trackmode 018)
Der Meister ist zurück! "Command Your Soul" ist ein Aufruf zu wahrer, eigenständiger Gedankenkontrolle, was wohl der Schlüssel zum Übergang in das neue Zeitalter schlechthin ist. Die Pianoakkorde vermitteln eine unglaubliche Energie, die auch von Nöten ist, um sich in Zukunft von allen in der Vergangenheit "gesellschaftlich" eingepflanzten Sabotagegedanken zu befreien.
Die Schwingungen reden Tacheles, hier wird nichts beschönigt, was nicht beschönigt werden darf. Sie erinnern an die Atmosphäre eines Splatterfilms, jedoch wird die scheinbare Destruktivität durch die entgegengesetzten Schwingungen einer hochohmigen Oldskool House Bassline konstruktiviert, um das jetzt mal im intellektuellen De Bug Slang auszudrücken, hehe;-).
Der offene, d.h. von konventioneller Erwartungshaltung befreite Listener wird hier seine wahre Freude finden. Noch besser ist die B-Seite (Kommentar von Opa Nyce: B-Side wins again!), Music Pt.2, die Fortsetzung seines Sound Signature-Klassikers.
Garantiert glutenfreie Deepnessreise mit homöopathischer Langzeitwirkung!   
(21.07.2000)   

daumen5 su


Theo Parrish - That Day/How I Feel (Archive)
Und noch mal der Meister. Die Frage ist, kann sich dieser Mann eigentlich noch selbst überbieten? Welches Theo Parrish Stück ist wirklich das beste? Oder sind letztenendes alle gleich gut?
Was ist gut? Was ist schlecht? Wer bestimmt das? Was ist Geschmackssache?
Gehen wir der letzten Frage einmal näher nach. Vielleicht kann uns da die englische Sprache ein wenig Abhilfe verschaffen. Geschmackssache heißt auf Englisch: matter of taste, also eine Sache des sich Heran-tastens, des Berührens, des Fühlens, des sich Hineinversetzenkönnens. Und wann kann man sich am besten in eine Sache hineinversetzen? Ja klar, wenn sie offensichtlich, d.h. rein ist, glasklar wie frisches Quellwasser.
Das bedeutet, dass ein Musikstück umso "besser" ist, je reiner, je ürsprünglicher es ist. Also völlig frei von irgendwelchen verwesungsfördernden, gewässerverschmutzenden Geschmacksverstärkern wie z.B. stereotype Trommelwirbel oder unqualifizierte Filtereskapaden. In diesem Sinne bedeutet "Musik schmecken": Musik sehen, Musik unverfälscht betrachten. Nur wenn das Wasser klar ist, kann man den Grund sehen. Und im Teich eines Theo Parrish ist das Wasser 100 % durch-sichtig. Hier wird nichts verheimlicht, nichts dem Zufall überlassen, alle dunkeln und lichten Inhalte kommen zum Vorschein. So auch bei dieser Platte. Das mag denjenigen, der lieber verdrängt, verunsichern, hat er doch bisher immer alles Dunkle verneint und sich eine heile Welt eingeredet bzw. einreden lassen, z.B. durch den Konsum zahlreicher Disco House Burger. Doch das ist eine heile Welt, die es so nicht geben kann, denn dadurch verschwinden die dunklen Seiten nicht.
Eine wahre heile Welt kann nur dann entstehen, wenn man das ganze (=heile, von gr.holos=ganz) Bild sieht.
Die dunklen Seiten wollen betrachtet, d.h. beachtet werden und nicht verdrängt, sie wollen ausgelebt, aus-gedrückt und nicht unter-drückt werden. Die dunklen Seiten sind an sich betrachtet keine schlechten Seiten, sie sind nur dunkel, d.h. von Natur aus nicht sichtbar. Sie werden nur dann "schlecht", wenn man sie in der Dunkelheit verhungern lässt.
Die Aufgabe des Künstlers ist es, Licht in die dunklen Seiten zu bringen, damit man ihre wahre Daseinsberechtigung (als neutralen Gegenpol der positiven Seiten) erkennen kann. Nur dann kann man von ganzheitlicher Kunst sprechen, alles andere sind halbe Sachen und demnach indisskutabel.
Nur dann kann Musik wirklich heilende Wirkung haben. Theo Parrish ist einer der wenigen mir bekannten holistischen Houseproduzenten. Leider? Oder gottlob? Sowohl als auch, denn in der Minderung liegt ja bekanntlich die Mehrung. Pflichtplatte!   
(22.07.2000)   

daumen5 su


Innerzone Orchestra - People Make The World Go Round
(KDJ-Rmx) (Planet E)


InnerzoneOrchestraRüdiger: “Du, Stefan, das war jetzt aber ´n krasser Übergang!”

Stefan: “Ne, du, das ist in der Platte.”

Rüdiger: ”Ach, dann ist das bestimmt Moodymann.”

Stefan: “Klar, wer sonst.”

Rüdiger: “Der wird aber auch immer langsamer, bald issa bei Null.”

Nuff said. Kaufen. :-)   
(22.07.2000)                                                                         

daumen5 su


Kenny Dixon Jr. - Don´t You Want My Love (Pandamonium 019)
Diese Platte ist das 100%ige Selbstverständnis von Opa Nyce, zumindest Mix 1, checkebum!
Der ein oder andere Leser mag sich sicherlich bereits gefragt haben, wer ist eigentlich dieser Opa Nyce?
Nun, man könnte Opa Nyce als den Theo Parrish der Sexualkunde bezeichnen. Das soll zunächst einmal als Hinweis genügen, später mehr :-)
Hier sind wir erstmal bei Mr. Moodymann, neben besagten Theo Parrish der zweite Houseproduzent, der das Prädikat "Meister" wirklich verdient hat.
Mit saxophonaler und vokaler Unterstützung von Norma Jean Bell hat er mal wieder einmal zwei Essenzen hervorgezaubert. Mix 1 und Mix 2. Der eine kurz, der andere lang. Der eine befriedigt den fortgeschrittenen Hörer, der andere baut auch dem discohouseveranlagten Listener eine Brücke, um sich in tiefere Ebenen zu wagen.
So issa halt, der Moodymann, läßt keinen im Stich :-)))   
(22.07.2000)   

daumen5 su


Nightsource - The Rise Above EP (Naked 006)
RiseAboveEP
Was zur Zeit auf Naked Music herauskommt, kann man ja schon fast blind kaufen! DJ Rasoul und Miguel Migs sind die Produzenten dieses Naked-Release und präsentieren 4 super Stücke, die niemanden enttäuschen werden. Wenn man von einem typischen Naked-Sound sprechen kann, werden hier die Erwartungen durchaus erfüllt. Drei mal wird klar auf den Floor gezielt, wobei das Titelstück “Rise Above” dort wohl den größten Treffer landen wird. Für diejenigen, die es auch gerne mal entspannter mögen, gibt’s auf der B-Seite noch ein sehr smoothes Downbeat Stück zu hören.

daumen5 rob


Kerri Chandler - Night Moods (Metaphor 002)
Eine großartiges Release von Kerri Chandler! Das Stück “Sunday Sunlight” besticht durch Night Moodseine herrliche undergroundige Atmosphäre, welche nicht zuletzt durch die “Chandler typischen” fetten Bassdrums und einer schönen “oldschooligen” Bassline erzeugt wird. Dazu gesellen sich noch die passenden Vocals, die, wenn ich den Infos auf der Platte glauben darf, sogar von Kerri selbst stammen. Wundern tut mich bei Kerri Chandler gar nichts mehr, auch nicht, daß er es schafft, bei “Dub Life” mit dermaßen minimalen Mitteln ein massives Club-Monster zu kreieren. Was für Beats, was für eine Percussion, was für eine Atmospäre!!!
Da geht das dritte Stück der Platte schon fast unter, obwohl es wirklich nicht schlecht ist.
Ich neige dazu, diese Platte als beste Kerri Chandler Produktion zu betiteln. Doch wenn “diese Type” aus New Jersey so weitermacht, werde ich mit Superlativen vorsichtig sein, denn wer weiß, was von ihm als nächstes kommt...

daumen5 rob


Brothers´ Vibe - House Phreaks EP (Trackmode Recordings 016)
BrothersVibe
Auch Tony Rodriguez von Sound Of Music ist jetzt bei Trackmode gelandet und gibt dem Label seine persönliche Note. Wie sagt man so schön? Der Titel ist Programm, denn der Vibe Brother ist ohne Frage ein real House Phreak, das hat er ja schon längst durch seine zahlreichen VÖ´s auf SOM Underground bewiesen. Hier gibt es deepes, jazziges und ebenfalls undergroundig discoides Material.
Mit letzterem wird erneut gezeigt, dass ein Discoloop an sich nichts schlechtes darstellt, sondern dass es halt auf den richtigen Umgang damit ankommt und davon können sich einige selbsternannte "(Disco)House Produzenten" mal wieder einige Scheiben abschneiden. Man darf jetzt schon gespannt sein auf die nächsten Trackmode Releases von Alton Miller und Theo Parrish.

daumen5 su


Kenny Bobien - U Gave Me Love (Basement Boys 028)
KennyBobien
Auf diese Platte, das muss ich ehrlich zugeben, hat mich erst
“Opa Nyce” (Anm. d. Redaktion: hochdotierter Spitzen-DJ aus Herne, der nicht unter 5-stellig auflegt :-)) aufmerksam gemacht, nachdem sie schon geraume Zeit hier herumstand. Manchmal übersieht man halt auch mal einen Hit, sorry. Nun, dass Kenny Bobien sehr spirituell veranlagt ist, wissen wir ja. Aber mit dieser Platte wird sich der Spirit auch auf jeder guten Party ausbreiten, denn das hier ist absolut partytauglich, vor allem der Spen & Karizma Dub. Der verwendete Disco Loop mag zwar für geübtere Ohren ein wenig oberflächlich erscheinen, aber das wird durch Kenny´s Vocals ohne Frage wieder ausgeglichen. Danke noch mal an Opa Nyce.

daumen5 su


Theo Parrish - Essential Selections Vol.1 (Sound Signature 007)
TheoParrish
Sound Signature die 7te: Nicht ganz so genial wie der Vorgänger, aber natürlich immer noch meilenweit vorn. Das für den DJ interessanteste Stück ist "Night Of The Sagitarius", das auf den ersten "Blick" schon fast konventionell wirkt (im Vergleich zu früheren Theo Parrish Stücken), aber dann nach mehrmaligen Hören doch wieder die Parrish-typischen Innovationen zum Vorschein bringt. Sozusagen versteckt innovativ, was dann letztenendes insgesamt vielleicht sogar noch innovativer ist als seine vorherigen Werke. Die beiden anderen Stücke zielen dann eher weniger auf den Tanzboden, sollten aber eingefleischte Theo Parrish Fans nicht unzufrieden stimmen.

daumen5 su


Andres - Material World/Reality (KDJ 24)
Die vorletzte KDJ hat zwei völlig unterschiedliche Seiten, wovon "Material World" überraschend schnell voranschreitet und irgendwie nicht so richtig zum Labelprofil passt. Auch "Reality" ist eher Moodymann-untypisch, hat aber einen "very relaxed fingersnipping summer groove" mit einer wirklich schönen Melodie, so dass sich diese Kreation vielleicht sogar bei "Nicht-Moodymann-Fans" größerer Beliebtheit erfreuen wird. Nicht verpassen.

daumen5 su


Miguel Graca presents Soulnotmind - I Found Love (Bombay 003)
Eine der Platten, wo ich sagen würde, das sind echte House Vocals, so wie es Houseorgeln, Housepianos und Housesaxophone gibt. Dafür eine Erklärung zu geben, warum das jetzt gerade Housevocals sind, ist etwas schwierig, aber wenn man sich die tiefe Stimme des Sängers Sandy Sandman einmal etwas genauer anhört, kann man dieses gewisse Element, das "real" House ausmacht, definitiv spüren. Das steht in der gleichen Tradition wie etwa die Vocals von Theo Gerideau, Arnold Jarvis oder dem Sänger von Funky People und ist eben nicht einfach nur Soul, sondern halt House. Am besten nachvollziehbar ist das im "Morning Mix" und man sollte es sich mal wieder nicht entgehen lassen, ein wenig über die Message zu meditieren.

daumen5 su


Thaisoul featuring Marcel - Journey Into The Light (K2/Vinylicious)
Hier haben sich Jask und unser Mann Marcellus Ali Schooler zusammengetan und bescheren so der Khaimar Family nach "True House" und "Dance Naked" den nächsten großen Hit, das steht schon mal fest. 3 unglaubliche spirituelle Mixe, die auf der Tanzfläche für Exstase sorgen werden. Ohne Frage ist Jask einer der upcoming Producers des neuen Milleniums und über Marcel´s Art und Weise, essentielle Messages über House Tracks zu sprechen, braucht man spätestens seit "True House" kaum noch ein Wort verlieren. "Da hat einer was zu erzählen", würde der Wittener jetzt sagen und recht hat er, denn hier wird wieder einmal deutlich, wie wichtig solche Messages im heutigen Zeitalter des Streites und der Heuchelei sind. Marcel Schooler ist der Message Man.

daumen5 su


Norm Telly - The Mystic EP (Trackmode Recordings 015)
Das Detroiter Qualitätslabel Trackmode ist inzwischen bei der Katalognummer 15 angelangt und dieses mal hat Labelowner Brett Dancer Norm Telly an die Regler gelassen.
Was da derzeit so aus Detroit kommt, kann sich wirklich hören lassen, so auch diese VÖ, die den vorherigen Outputs in nichts nachsteht.
3 Stücke, von denen 2 mal wieder gewohnt orgelbetont daherkommen, das dritte ist dann schon etwas discoider, freilich ohne dabei in die konventionelle Disco House-Schublade zu fallen. Wenn Disco, dann so. Wer auf tiefe Orgelgrooves aus Detroit steht, wird auch an dieser Scheibe nicht vorbeikommen.

daumen5 su

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